TAIPEH (Taiwan). Der 38jährige österreichische Base-Jumper Felix Baumgartner sprang am Dienstag als Erster vom höchsten Gebäude der Welt, dem 509 Meter hohen „Taipei 101 Tower“ in Taiwan. Der Extremsport-Star musste dabei in James-Bond-Manier zahlreiche Barrieren bewältigen.
Seit das offiziell höchste Gebäude der Welt vor drei Jahren fertig gestellt wurde, hat es der österreichische Extremsport-Profi Felix Baumgartner im Visier.
Nach zwei Erkundungstouren im letzten Jahr schloss der Szene-Star mit der Registrierung „Base 502“ das Vorhaben in spektakulärer Weise ab und sprang am Dienstag (11-12-07) exakt um 16.18 Uhr von der Plattform, öffnete nach fünf Sekunden im freien Fall den Fallschirm und landete auf dem Dach eines Parkhauses.
Vorbereitung und Flucht organisierte Baumgartner in James-Bond-Manier. In verschiedenen Verkleidungen inspizierte er zunächst Kameras, Sicherheitssysteme und die Absperrung, den Fallschirm, den eine taiwanesische Bekannte an der Security vorbei schmuggelte, deponierte er am Vortag in der Decke der Toilette. Am Tag des Sprunges sorgten seine Helfer auf der Zuschauerplattform für Ablenkung, während der österreichische Ausnahmeathlet über die drei Meter hohe Absperrung kletterte.
Ein unerwartetes Problem tauchte hinter dem Sicherheitszaun auf, als er vier Meter in die Tiefe springen musste, um zum Absprungplatz zu gelangen. Beim Aufprall zersplitterten die Fliesen. Der historische Sprung vom höchsten Gebäude der Welt erfolgte dann mit einer geprellten Ferse.
Zwei Stunden nach dem Sprung saß Baumgartner bereits im Flugzeug Richtung Hong Kong und war überglücklich: „Dreimal habe ich es versucht, endlich habe ich mir diesen Traum erfüllt.“




